»Ich habe eine Idee für eine neue Ton-Option: Ich würde gern den Kommentator leise drehen und stattdessen Dagrun Hintze anrufen, um mir erzählen zu lassen, warum sie gerade das Spiel verpasst. Dann würde ich so viel mehr lernen, über den Fußball, über das Leben und den ganzen Rest. Ein Glückspilz, wer ihre Nummer hat. Alle anderen lesen sich bitte gegenseitig dieses Buch vor.«

Dirk Gieselmann (11 FREUNDE / DUMMY)

Fußballsachverstand bei Frauen leistet einen Beitrag zur Emanzipation – davon ist Dagrun Hintze überzeugt. Geschlechtsgenossinnen, die sich bislang nicht für Fußball interessieren, fordert sie nachdrücklich dazu auf, das Spiel der Spiele nicht auf 22 Typen, die einem Ball hinterherrennen zu reduzieren (oder, noch schlimmer: Mats Hummels einfach nur süß zu finden), sondern es als Kulturtechnik zu begreifen: »Die Feststellung, dass Fußball eine größere Nähe zu den Dionysien der griechischen Antike aufweist als die meisten Theateraufführungen, die ich besuche, mag eine Plattitüde sein, zutreffend ist

sie dennoch. An der Ekstase teilhaben zu können, setzt allerdings zwei Dinge voraus: Wissen und Berührtsein.«

 

Hintze erzählt von ihrer eigenen Liebe zum Fußball, von Männern, die in Borussia-Dortmund-Bettwäsche schlafen, und von intensiven Begegnungen, wie sie nur zwischen Anpfiff und Abpfiff möglich sind. Sie untersucht männliche und weibliche role models im Fußball und zieht immer wieder Parallelen

zum Theater, zur Literatur und zur bildenden Kunst.

 

Dagrun Hintze - "Ballbesitz", mairisch 3/2017

Broschur, 100 Seiten

ISBN 978-3-938539-45-3, 11,00 €

"Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum." 

Dieter Kienast, Schweizer Landschaftsarchitekt

Nutzgärten, Moosgärten, Botanische Gärten, Landschaftsgärten … die Vielfalt dessen, was wir unter Gärten verstehen, ist groß. Und damit auch die Art und Weise, wie man einen Garten pflegt. Doch warum gärtnert man überhaupt? Sollte man die Natur nicht besser einfach sich selbst überlassen, anstatt einzugreifen und einen weiteren künstlichen Raum zu schaffen? Oder lassen sich umgekehrt, etwa durch Urban Gardening, Räume in der Stadt für die Natur zurückgewinnen?

Fest steht: Das Gärtnern gehört zu den ureigenen Beschäftigungen des Menschen. Die Sehnsucht, das Richtige zu tun, ein gutes Leben zu leben, schwingt bei der Gartenarbeit als Motivation immer mit. Und jeder Gärtner entdeckt jedes Jahr wieder eine neue Welt – ganz gleich, ob er oder sie sich um die Erhaltung alter Gemüsesorten kümmert, zum Spezialisten für Wildkräuter wird, einen kleinen Permakulturgarten auf dem städtischen Balkon anlegt oder einen Selbstversorgergarten pflegt.

 

Die Autoren des Bandes erschließen in ihren aufschlussreichen und gut verständlichen Texten nicht nur die philosophische Dimension der Gartenarbeit, sondern ergründen auch die ästhetische, kulturelle, politische und soziologische Tragweite des Gärtnerns.
Ein Buch für philosophierende Gärtner und gärtnernde Philosophinnen. Und für alle, die gerne Harke und Spaten in die Hand nehmen und in den Garten gehen.

 

Mit Beiträgen von

Brunhilde Bross-Burkhardt (Agrarwissenschaftlerin und Fachjournalistin) Severin Halder (Gartenaktivist)

Judith Henning (Permakultur-Designerin)

Annette Holländer (Samengärtnerin und Naturpädagogin)

Miriam Paulsen (Schrebergärtnerin)

Dagmar Pelger (Architektin)

Maximilian Probst (Clemens-Brentano-Preisträger, Autor für ZEIT und taz) Roberta Schneider (Autorin)

Sarah Thelen (Autorin)

Kristina Vagt (Historikerin)

Nicole von Horst (Internetaktivistin)

Elke von Radziewsky (Autorin)

Dieter Wandschneider (Professor für Philosophie)

 

Hardcover mit Neonfarben

Zweifarbiger Innenteil, Titelprägung

dunkelgrünes Lesebändchen

224 Seiten

 

Blanka Stolz - "Die Philosophie des Gärtnerns", mairisch 3/2017

ISBN 978-3-938539-43-9, 18,90 €


"Stefan Beuse gibt unserer restlos entzauberten Welt wieder eine Spur von Geheimnis und Magie zurück." Karsten Herrmann, Culturmag

Penny und Tom sind sehr unterschiedliche Geschwister: Während Penny für jedes Wunder offen ist, braucht Tom für alles eine wissenschaftliche Begründung. Doch als immer mehr unerklärliche Dinge geschehen, entwickelt Tom sein eigenes Gespür für Wahrheit. Die Grenze zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt wird durchlässig.

Penny und Tom sind sehr unterschiedliche Geschwister: Während Penny für jedes Wunder offen ist, braucht Tom für alles eine wissenschaftliche Begründung. Doch als immer mehr unerklärliche Dinge geschehen, entwickelt Tom sein eigenes Gespür für Wahrheit. Die Grenze zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt wird durchlässig.


Zwölf Jahre später arbeitet Tom erfolgreich in einer Werbeagentur, als plötzlich seltsame Dinge geschehen: Ein alter Fall wird neu aufgerollt, ein geheimnisvolles Mädchen weiß mehr, als es dürfte, und irgendetwas scheint hinter Tom her zu sein. In diesem Moment erinnert er sich an »Das Buch der Wunder, ein Vermächtnis seiner Schwester, das sich wie eine Prophezeiung liest und ihn zwingt, sich seinem wahren Wesen zu stellen.


Ein ebenso spannender wie poetischer Roman über die größte aller Sehnsüchte: der nach uns selbst.

 

Hardcover, Titelprägung, papayafarbiges Vorsatzpapier

Lesebändchen

224 Seiten

 

Stefan Beuse - "Das Buch der Wunder", mairisch 3/2017

ISBN 978-3-938539-44-6, 18,00 €